NICHT GANZ DICHTER !!!
Dirk aus Köln  -  der Texter und Songwriter
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Und noch eine Huldigung (Lobgesang 2008) 


1. Oh, du meine tiefe Liebe,

meine Stadt, mein Heimatort,

nirgends sonst … ich soo gern bliebe!

niemals ging ich von dir fort!
 

2. Oh, ihr schönen alten Steine

die man einst zusammenhaute

und nach vielen Gläsern Weine

sie zu einem Dom verbaute!

 
3. Du bist so alt, doch bist am Leben,

denn du wirst nicht totgepflegt

auf deinen Straßen Müll aufheben?

das hat noch niemand angeregt.

 
4. Man trägt sein Herz hier wirklich offen

und drückt sich Scheinchen in die Hand,

ist schon am Morgen gern besoffen

das wird auch Klüngel dann genannt.

 
5. Kontakte knüpft man hier recht schnell

man feiert laut und freut sich sehr,

wird’s dann am Morgen wieder hell,

dann kennt man den Kontakt nicht mehr

 
6. Echte Freunde gibt es auch,

doch die muss man lange suchen..

Ziemlich süß schmeckt hier der Rauch,

und man isst gerne Reibekuchen.

 
7. Fremdes wird schnell aufgenommen,

Toleranz ist kein Problem,

doch wohnst du rechts vom schönen Flusse,

dann wird es nicht so angenehm.

 
8. Hier gibt es keine Sittenwächter,

jeder zeigt das, was er hat,

hier lieben sich auch die Geschlechter,

durcheinander - nimmersatt.

 
9. Ach, ich liebe dich so sehr

in meiner großen, tiefen Seele,

und jeden Tag lieb ich dich mehr

sing deine Lieder - aus voller Kehle!

 
10. Und wenn ich mich nicht gern verkleide,

dann kann ich ja nach Holland fahrn,

oder eben ich erleide

jedes Jahr denselben Wahn.

 
11. Ja.. du bist wirklich ein Gefühl,

hier darf ich schmieren und auch schmuddeln,

überall Chaos und Gewühl,

hier darf ich Jungs und Mädsche knuddeln!

 
12. Die Menschen neigen hier zum Lachen,

doch dabei wird auch schnell gelogen,

es wird versprochen und gebrochen -

wie stark sind deine Ellenbogen?

 
13. Auch schwimmt man freudig mit dem Strom

und fügt sich gerne großen Mächten,

so war das bei den Ubiern schon,

die wohl auch schon genauso zechten

 
14. Ach, lang ist’s her mit der Geschichte,

die die Stadt noch heute prägt,

nun schreibe ICH all die Gedichte,

die die Stadt im Herzen trägt.

 
15. Ich hab mein Herz an dich verloren..

meinen Verstand gleich obendrein..

Ich sage es ganz unverfroren:

Ich liebe dich - du Stadt am Rhein!